Film- beziehungsweise Medienfonds stellen entweder selbst Filme für Kino oder Fernsehen her oder tragen zumindest das gesamte wirtschaftliche Risiko eines Filmproduzenten. Steuerlich gilt der Anleger in Medienfonds selbst als Hersteller des Films und kann die anfallenden Produktionskosten als Anlaufverluste sofort absetzen. Je nach Filmfonds liegen die steuerlichen Anfangsverluste zwischen 100 und 105 Prozent der Investitionssumme - und genau damit werden Steuerspar- Fanatiker angelockt. Mit unrealistischen Prognosen wird dem Anleger eine Super-Rendite vorgegaukelt, doch in Wirklichkeit sind die Filmfonds so konstruiert, dass bis zu zwei Drittel des Gewinns von der Fondsgesellschaft abgeschöpft werden, während die Risiken zu 100 Prozent von den Anlegern selbst getragen werden.
Da die meisten Filmfonds als Blind Pools konstruiert sind, weiß der Anleger nicht einmal, welche Filme er denn nun finanziert. Insgesamt handelt es sich bei diesen Angeboten des grauen Kapitalmarkts um für den Privatmenschen völlig undurchschaubare Produkte, mit denen er nach Strich und Faden betrogen werden kann und es noch nicht einmal merkt. Deshalb ist von Filmfonds dringend abzuraten.